Wer kennt sie nicht, diese hübschen Verzierungen an Blusen oder Röcken, die wie lange, gewebte Streifen aussehen? Mal breiter, mal dünner. Aber stets ein Hingucker. Die Biese.
Eigentlich nur eine umgebügelte und abgenähte Falte. Aber kaum eine historische Bluse kommt ohne sie aus.
Heute jedoch wird sie durch die industrielle Herstellung eher selten verwendet.
Was schade ist, wie ich finde. Denn Biesen können ein einfaches Kleidungsstück so sehr aufpeppen und verschönern.
Und es braucht dazu nicht viel. Nicht einmal einen speziellen Nähfuß.
Los gehts!
Erste Biese nähen
Nun wird das Stück Stoff mit der umgebügelten Kante unter den Nähfuß gelegt und mit einem Geradstich entlang genäht.
Wenn die Biese nun 0,3 cm breit sein soll, näht man 0,3 cm von der Bruchkante entfernt entlang.
Ich hatte mir anfangs noch einen Papierstreifen unter den Nähfuß gelegt, um das Maß einzuhalten.
Aber der Nähfuß hat auch eine Markierung (kleine Kerbe), die genau 0,5 cm von der Nadel entfernt ist.
Somit wusste ich, dass die Bruchkante vom Stoff kurz vor der Markierung enden muss und nicht bis zur Markierung oder dahinter.
Und mit der Zeit bekommt man dann auch ein Auge dafür, wie breit 1 cm oder 3 mm sind.
Erste Biese ist fertig
Wenn die Biese fertig genäht ist, ist es ganz wichtig sie von der Rückseite in die entsprechende Richtung zu bügeln.
Wenn der Abstand zwischen den Biesen immer 1 cm betragen und die Biese 0,3 cm breit sein soll, dann misst man stets 1,3 cm von der letzten Biese(nnaht) entfernt.
